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"Das Übel erkennen, heisst 

schon ihm teilweise abhelfen." 

Otto von Bismark



"Man hat kaum einen Fehler, der nicht verzeihlicher wäre, als die Mittel, die man anwendet, um sie zu verbergen."

Francois VI. Duc de La Rochefoucold



 „Beurteile einen Menschen

lieber nach seinem Handeln

als nach Worten, denn viele

handeln schlecht und

sprechen vortrefflich.“

Matthias Claudius

Mit ganzheitlichem Fach- und Sachverstand prüfen - bewerten - beurteilen - steuern

 

Sicherheit anstatt Risiko - Schaden - Haftung

 

 

„Compliance ist Chefsache" – sowie deren persönliche Haftung!

 Urteilsbegründung des vorsitzenden Richter des LG München  I Urteil vom 10.12.2013 - 5 HKO 1387/10  gegen einen Vorstand der Siemens AG -  Organisationsverschulden 

(Von den 10 Vorständen der Siemens AG haben sich  9 Vorstände bereits 2010 "freiwillig" vor Gericht per Vergleich zur Zahlung von Schadensersatz geeinigt)

 

Ein ganzheitliches, transparentes und funktionales Compliance System wird im Zusammenhang mit der Haftungsvorsorge (Exculpation) in Unternehmen für Verantwortlichen immer wichtiger und existenziell.

 

Deshalb ist es für Unternehmen elementar in Zukunft  ihre 3 Compliance Officer bzw. Rechtkonformität Beauftragte für die 3 nachfolgenden Compliance Bereiche als Stabsstellen zu implementieren , wie folgt:

 

  1. Finanzen/Buchhaltung/Steuern  -  Wirtschaftsprüfer/innen
  2. Recht/Verträge/Kodex/Behörden/Organisation   -   Rechtsanwälte/innen
  3. Prozesse/Fachbereiche/Organisation -  Generalisten/Mehrfach Beauftagte/Sachverständige

 

In der Regel hat jedes Unternehmen die ersten 2 Compliance  Bereiche mit ihren erwählten Compliance Officer implementiert, sodass Sie  ihre Compliance Pflichten - Rechtskonformität - in diesen Bereichen bis zur mitteleren Verantwortungsebene gegenüber den Behörden und deren strategischen Organisationsstruktur und Unternehmerpflichten definiert haben. Jedoch die regelmäßige und anlassbezogene  Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpflicht der strategischen Verantwortlichen, wie die die des Vorstandes und Geschäftsleitung mit deren unterstellten Führungskräfte, Stabsstellen und Beauftragten sind in der Regel nicht an die Compliance Officer übertragen oder ein solches Mandat erteilt worden. Noch wird dieses in der Regel hierzu angemessen ausgeführt und dokumentiert, noch im System vogesehen. In den meisten KMU oder der Industrie wird der Compliance Officer Operativ meist übersehen oder als ein nicht so wichtiger 3. Baustein des Compliance System verkannt.

 

Die grundsätzlich bestehende Pflicht zur Schaffung einer angemessenen, ganzheitlichen und funktionalen Compliance Organisation mit deren Kontrollsysteme wird von vielen – gerade auch mittelständischen – Unternehmen in der Praxis nicht die Bedeutung beigemessen, die dieser Pflicht mittlerweilen zukommt.

Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung dies aber in jedem Unternehmen hierzu bedarf, zu implementieren und anzuwenden ist. Die nachstehend skizzierten Entwicklungen zeigen jedoch, dass das Vorhandensein eines effizienten ganzheitlichen Compliance Systems mit den eingesetzten Compliance Officer der vorgenannten Compliance Bereiche für fast jedes Unternehmen unverzichtbar wird.

 

Das Landgericht München I hat im Dezember 2013 das ehemalige Vorstandsmitglied der Siemens AG, Heinz-Joachim Neubürger, zu Schadenersatz in Höhe von 15 Millionen Euro wegen der Verletzung von Compliance Pflichten verurteilt. Damit hat sich ein Gericht – soweit ersichtlich – erstmals explizit mit den zivilrechtlichen Folgen der Verletzung von Compliance Pflichten befasst und ein Organmitglied wegen Verletzung dieser gesetzlichen Pflichten zu Schadenersatz verurteilt.

 

Zudem soll auf Vorschlag des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen und der SPD-regierten Länder der Entwurf eines „Gesetzes zur Einführung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen und sonstigen Verbänden – Verbandsstrafgesetzbuch“ in den deutschen Bundesrat eingebracht werden. Zukünftig sollen in Deutschland nicht nur natürliche Personen, sondern auch „Verbände“, also Unternehmen – und zwar nicht nur Kapitalgesellschaften, sondern auch rechtsfähige Personengesellschaften einschließlich der GmbH & Co. KG – bestraft werden können, wenn von ihnen Straftaten bzw. die Nichteinhaltung von Gesetzen/Verordnungen ausgehen und kein ganzheitliches Compliance System zu deren Verhinderung vorhanden ist und auch gelebt wird. Das derzeit u.a. mit dem VerSanG als Entwurf hierzu vorliegt, sowie voraussichtlich in 2021 verabschiedet wird.

 

Aufgrund der vorstehenden Entwicklungen müssen sich alle Unternehmen – nicht nur börsennotierte Aktiengesellschaften – dringend ernsthaft mit dem Thema Legal Compliance, Frühwarn- und Kontrollsystem als CMS der vorgeannten 3 Compliance Bereichen befassen, wie auch dementsprechende organisatorische Vorkehrungen, sowie notwendige Maßnahmen einleiten und umsetzen.

 

Organisationspflichten – Haftung bei Verletzung

Der Vorstand oder die Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft sind verpflichtet, das Unternehmen so zu organisieren, dass die gesetzlichen Bestimmungen und sonstigen Rechtsvorschriften eingehalten werden. Es besteht für die Untenrehmensleitung einer Kapitalgesellschaft oder Personengesellschaft grundsätzlich eine Rechtspflicht zur Einhaltung der rechtlichen und sonstigen Anforderungen, ihrer Organisations-, Unternehmens- und Betreiberpflichten sowie ihrer Rechenschaftspflichten.

 

Im Fall der schuldhaften Verletzung dieser Pflichten droht der Unternehmensleitung eine Haftung unter dem Gesichtspunkt des Organisationsverschuldens. Auf diese Weise können Rechtsverstöße, die Mitarbeiter des Unternehmens begehen, zu einer Haftung der Unternehmensleitung wegen einer eigenen Pflichtverletzung führen. Der Vorstand oder die Geschäftsführer haftet in diesen Fällen nicht deshalb, weil er sich in eigener Person an Rechtsverstößen beteiligt haben, sondern weil sie es unterlassen haben, eine Organisation und Kontrollsystem IKS und Frühwarnsystem (Aufsichts-, Prüf- und Kontrollpflicht) zu schaffen, in der Rechtsverstöße rechtzeitig erkannt und vermieden werden. Dieses Unterlassen stellt eine eigene zur Haftung führende Pflichtverletzung des betreffenden Vorstands bzw. der Geschäftsführer dar.


Das liegt vor allem daran, dass die Verantwortlichen bereits bei der Auswahl und Anweisung der Bestellung oder Beauftragung eines überbetrieblichen Dienst, die meisten Fehler und Risiken, wie die der fehlenden widerspruchsfeien Definition der zu erbringenden und zu leistenden Aufgaben, Pflichten sowie deren Festlegungen hierzu verursacht werden. Da sie nach deren Bestellung oder Beauftragung weisungsfrei sind.


"Compliance ist Chefsache" - sowie deren persönlichen Haftung! Aber auch die der unteren Führungsebenen (Verantwotlichen) mit deren Verantwortungsbereichen!


Ziel: Die richtige Organisation des Unternehmens, insbesondere das Vorhandensein eines transparenten, effizienten, ganzheitlichen und funktionalen Systems, dient somit unmittelbar der   Haftungsvorsorge und -vermeidung (Exculpation - exculpieren).

 

Ausblick: Verbandsstrafgesetzbuch (siehe auch VerSanG)

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Unternehmen bestraft werden, wenn ihre „Entscheidungsträger“ Straftaten begehen und dabei Pflichten des Unternehmens (sogenannte betriebsbezogene Pflichten) verletzen. Gleiches soll gelten bei betriebsbezogenen Straftaten einfacher Mitarbeiter, wenn diese  nicht ordnungsgemäß vom Vorstand oder der Geschäftsleitung und deren operativen Führungskräfte informiert, aufgeklärt und geschult wurden. Sowie diese ihrer allgemeinen und angemessenen Überwachungs-, Verkehrssicherungs-, Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpflichten  incl. deren Dokumentationspflicht (Rechenschaft) nicht nach gekommen sind. Zur „Bestrafung“ des Unternehmens sieht der Gesetzentwurf sechs Sanktionen vor: Geldstrafe gegen das Unternehmen, Verwarnung mit Strafvorbehalt, öffentliche Bekanntgabe der Verurteilung, Ausschluss von der Vergabe öffentlicher Aufträge oder von Subventionen bis hin zur Auflösung des Unternehmens (!). 

 

Nach § 5 des Entwurfs kann von einer Sanktion abgesehen werden, wenn das Unternehmen ausreichende organisatorische oder personelle Maßnahmen getroffen hat, um vergleichbare Straftaten in Zukunft zu vermeiden oder wenn ein bedeutender Schaden nicht entstanden oder dieser zum überwiegenden Teil wieder gutgemacht ist. Ferner ist vorgesehen, dass von einer Sanktion abgesehen werden kann, wenn das Unternehmen durch freiwilliges Offenbaren wesentlich dazu beigetragen hat, das eine Straftat aufgedeckt werden konnte, und es den Ermittlungsbehörden Beweismittel zur Verfügung gestellt hat, die geeignet sind, die Tat nachzuweisen, vorausgesetzt, das Unternehmen hat ausreichende organisatorische und personelle Maßnahmen getroffen, um vergleichbare Straftaten in Zukunft zu vermeiden.

Vereinfacht gesprochen gilt: Bei Vorhandensein eines angemessenen und ganzheitlichen Compliance Systems - 3 Compliance Bereiche - kann von Strafe abgesehen werden.

 

Auch wenn derzeit noch nicht absehbar ist, ob und in welcher Form der Entwurf tatsächlich Gesetz wird, zeigt das Vorhaben einmal mehr, welche Bedeutung dem Vorhandensein eines Compliance Systems zukommt. Dieses Gesetzesvorhaben wird – ohne Rücksicht auf die konkrete Umsetzung – sicherlich maßgeblich dazu beitragen, dass die Unternehmen sich verstärkt um das Thema Compliance kümmern müssen, wenn Sie nicht persönlich haftbar gemacht werden wollen.


Inhalte der EU-Whistleblower-Richtlinie

Gemäß der EU-Whistleblower-Richtlinie, die zum 16.12.2019 beschlossen wurde und bis zum 17.12.2021 national umgesetzt werden muss, werden Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern (Nationalstaaten können die Schwelle jedoch auf bis zu 250 Mitarbeiter anheben) sowie Behörden und Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern dazu verpflichtet, Kanäle einzurichten, über die Verstöße gegen nationales und EU-Recht gemeldet werden können. 

 

Grundlegendes Ziel der Richtlinie ist es, die Aufdeckung und Unterbindung von Verstößen zu forcieren, gleichzeitig jedoch auch den Hinweisgeber („Whistleblower“) sowie gegebenenfalls Dritte/Vermittler, die bei der Meldung unterstützen, besser zu schützen, sodass für diese keine negativen zivil-, straf- oder verwaltungsrechtlichen oder internen Konsequenzen als Folge der Meldung zu befürchten sind. 

Im Wesentlichen lässt sich das Meldeverfahren in drei Stufen unterteilen:

  • Interne Meldung.
  • Meldung an die zuständige Behörde.
  • Meldung an die Öffentlichkeit.

 

Der Hinweisgeber ist nicht zur Einhaltung dieser Hierarchie verpflichtet, jedoch wird empfohlen, zunächst die internen Kanäle der Organisation zu nutzen, bevor auf die Kanäle der externen Behörde oder gar die öffentlichen Medien zurückgegriffen wird.


Auch dies ist zuküntig ein Teil des Compliance Management und die der 3 Compliance Officer.


Die ISO 19600 - Leitfaden für Compliance-Managementsysteme HLS (ISO 37301:2021 Ent.)

Es liegt von der ISO 19600 die Version 2020 vor und legt international einheitliche Rahmenbedingungen fest. Sie wird in Zukunft eine zentrale und entscheidende Rolle beim Aufbau von Compliance-Managementsystemen spielen. Es wurde im Jahr 2020 in Spanien der Entwurf der ISO 19601 als CMS definiert.

 

Die ISO 37301:2021 wird nun als erstes internationales akkreditierte Compliance Managementsystem als anerkannter Stand der Technik, mit deren Entwurf und Freigabe in 2021/2022 herangezogen, wenn künftig im Rahmen behördlicher Ermittlungs-, Straf- oder zivilrechtlicher Haftungs- und Schadensersatzverfahren die Frage beantwortet werden muss, ob der Vorstand oder die Geschäftsleitung, sprich der strategischen und operativen Führungskräfte (Verantwortlichen) ihrer gesetzlichen Garantenstellung und ihrer Unternehmerpflichten, wie der Organisations-, Verkehrssicherungs-, Überwachungs-, Fürsorge-, Betreiber-, Informations-, Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpflichten ausreichend nach geltenden Gesetzen, Normen und Stand der Technik nachgekommen sind.


Zusätzlich wurde das Verbandssanktionengesetz VerSanG in 2020 als Entwurf vom BJM veröffentlicht, dass ebenfalls zukünftig als Compliance Grundlage und Haftungsgrundlage dienen soll und wird.

 

Unternehmer-, Organisations-, Prozess-, Produkt- und Dienstleistungskonformität als zentrale Elemente von Compliance-Sytemen für Unternehmen mit deren definierten Werten, Kodex mit deren verbundenen nachhaltigen und klimaneutralen Umweltzielsetzungen, sowie deren Selbstverpflichtung gegenüber ihren interessierten Parteien.

 

Sodass vor allem die umfänglichen Prozess-, Produkt- und Dienstleistungsanforderugnen, wie die der rechtlichen, bindenden und sonstigen Anforderungen der betrieblichen Belange von Unternehmen, aber auch deren Organisationsstruktur, wie die der Verantwortlichen, Beauftragten, befähigten Personen und Beschäftigten eine wichtige Rolle  für ein umfängliches, ganzheitliches, widerspruchsfreies und funktionales Compliance-System spielen wird und muss.  Neben den klassischen MS Bausteinen und Fachthemen der ISO 9001 (Qualität), 14001 (Umwelt), 45001 (SGA) und 50001 (Energie) Managementsystemen nach HLS. Sodass die klassischen Managementsysteme mit deren Sach- und Fachthemen mit der Prozessen und deren zu produzierenden Produkte und/oder erbringenden Dienstleistungen, wie auch der gegebenen betrieblichen Belange und Organisationsstruktur die zentralen Elemente die Basis für das Compliance Managementsystem nach 19601:2021 (spanische Entwurf) oder nach dem Entwurf der ISO 37301:2021 (Freigabe 2021/2022 - zertifizierbar) darstellen.


Denn Rechtskonformität betrifft nicht nur die bisher klassischen 2 Compliance-Themen, die in der Vergangenheit von Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfer erfolgten, wie z. B. Verhaltenskodex, Diskriminierung, Interessenkonflikte, Geschenke, Korruption, mindestens alle straf- und bußgeldbewehrten Vorschriften betreffend, bisher von den 2 Compliance Officer nicht ausreichend bei den Unternehmen hierzu ganzheitlich wahrnehmen oder betrachten konnten.

Da die operativen Organisations-, Prozess-, Produkt- und Dienstleistungsanforderungen, in Form deren  Compliance Anforderungen bisher vernachlässigt, noch bisher einen befähigten Compliance Officer Operativ hierzu eingesetzt oder als Notwendig erachtet habe. Dies vor allem, da es bis 2013 kein Urteil explizit zum Organisationsverschulden in Deutschland in diesem Umfange geurteilt wurde.

 

Das bedeutet, dass  in Zukunft eine ganzheitliche Betrachtung für Untenrehmen zwigend erforderlich macht, vor allem die bisher vernachlässigte 3. Säule des Compliance Officer Operativ. Wie die der risikobehafeteten operativen Verantwortlichen mit deren Kern- und Unterstützungsprozessen, sowie deren operativen rechtlichen, bindenden und sonstigen Anforderungen. Wie auch die der erforderlichen widerspruchsfreien und unmissverständlichen Pflichtenübertragungen mit der Zuordnung der Unternehmens- und Organispflichten auf die bestehende Organisationsstruktur mit deren tatsächlichen Aufgaben, Pflichten und Nachweisen.


Sowie die der zu bestellten Beauftragten und Stabsstellen, sodass keine Lücken oder Überschenidungen entstehen. Denn ohne den Compliance Officer Operativ, fehlt der ganzheitliche Compliance Ansatz, wie auch das damit verbundene interne effektive Kontrollsystem in allen operativen Ebenen. Ein Auszug der operativen Themen, wie der Organisationsaufbau mit ihrer ordnungsgemäßer und schriftlichen Pflichtenübertragung, Schulungs- und Unterweisungsprogramm, IKS (Internes Kontroll System), Datenschutz/Informationssicherheit, Import-/Exportkontrolle, Qualität, Umweltschutz, Gefahrgut, Gefahrstoffe, Arbeitssicherheit und Brandschutz, Energiemanagement usw. muss zukünftig bedarfsgerecht im Compliance Management System eingebunden werden. Um somit die gewünschte Rechtskonformität für das Unternehmen zu gewähren, um deren Rechtsicherheit (Entlastung) nachweisen zu können. Die sogenannte (Exculpation) Haftungsentlastung/-vermeidung für den Vorstand oder die der Geschäftsleitung mit deren Führungskräfte bzw. Verantwortlichen und Beauftragten zu erlangen, mit ihrer regelmäßigen und anlassbnezogenen Berichtspflicht.

 

Diese  Spezial-, Sach- und Fachthemen  sind bisher lediglich unter dem Blickwinkel des Ordnungswidrigen Rechts von den bisherigen Compliance-Generalisten (Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer) am Rande mit Zurückhaltung betrachtet worden. Da Sie auch nicht die nötige operative Prozess-, Sach- und Fachkunde besitzen um diese operativen Sach- und Fachthemen inhaltlich umsetzen zu können. Sodass die strategischen Verantwortlichen auch die nötige regelmäßige und anlassbezogene Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpflicht hierzu nicht angemessen an die operativen Verantwortlichen delegiert haben, noch ihrer Kontrollpflicht hierzu wahrgenommen haben.

 

Ethisches Verhalten bekommt größere Bedeutung im Compliance-Systemen zu. Integrität und Redlichkeit, d.h. angemessenes Verhalten unabhängig von gesetzlichen Regelungen sind nach ISO 37301 wesentliche Kriterien der Corporate Governance (bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens). Diese Gesichtspunkte waren in Folge der Compliance Definition der Deutschen Corporate Governance Kommission – Einhaltung externer und interner Regelungen und Prinzipien – in den Hintergrund getreten.

 

Vor allem auf die operative Umsetzung des Compliance-Systems (Organisationsaufbau, Sach- und Fachthemen, Anforderungen der interessierten Parteien, der Beauftragten, Verhalten und Bewusstsein, Befähigngen, gesetzlichen Unterweisungen, IKS, sowie der regelmäßigen und anlassbezogenen Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpflichten der Verantworlichen kommt es in Compliance Systemen an.


Entscheidend für die Bedeutung der ISO 19601 oder ISO 37301, ist vor allem die Entwicklung im Untenehmens- und Verbandsstrafrecht, sowie die das Straf- und Ordnungswidrigkeiten Recht. Wie z.B. das StGB, OWiG, VerSanG, die der EU VO und das internationale Recht, sowie die der Produkthaftung.

 

Auch Führungskräfte, die an straf- oder bußgeldbewehrten Rechtsverletzungen im Unternehmen nicht unmittelbar operativ beteiligt sind, können heute hierfür aufgrund ihrer gesetzlichen und  funktioneller Stellung und Verantwortung bei Verletzung deren zu verantwortenden Unternehmer-, Fürsorge-, Betreiber-, und Verkehrssicherungspflichten mit deren Organisationsverschulden, wie die der fehlenden Auswahl-, Anweisungs-, Aufsichts- und Prüfpflichten persönlich zur Verantwortung gezogen werden.

 

Daneben können Bußen, Mehrerlös- oder Vorteilsabschöpfung gegen das Unternehmen verhängt werden.

 

Ist Situation für viele Klein- und mittelständische  Unternehmen

Knappe Ressourcen und die immer größer werdende Komplexität des Haftungsrechts durch EU und nationale Ausgestaltung zwingen die Unternehmen dazu, ihre Strukturen neu zu überdenken und aktives Risikomanagement zu betreiben, sowie ihre Betriebsorganisation professionell und rechtssicher auszugestalten, durch  externe fachkundige Compliance Officer bzw. speziell Beauftragte als Generalisten und Sachverständige.

 

Das Attribut „gerichtsfest - rechtssicher“ beinhaltet den Nachweis, alles „Mögliche und Zumutbare“ getan zu haben, um Schadensfälle zu verhindern. Das ist im Einzelfall schwierig, da hierfür nicht nur die Rechtsvorschriften einzuhalten sind, sondern auch die Haftungsrisiken und sonstige Anforderungen wie zuvor beschrieben berücksichtigt werden müssen.

 

Wichtig - Nichtwissen schützt vor Strafe nicht

Die Notwendigkeit zur Einhaltung gesetzlicher Regelungen durch Unternehmen ergibt sich aus dem Grundsatz, dass Gesetze − auch durch juristische Personen − einzuhalten sind. Unternehmen und Unternehmensverantwortliche sind über StGB § 13 (Garanten) und der Straftatbestände definiert, sowie vor allem §§ 9, 30 und 130 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass aus dem Unternehmen heraus keine Gesetzesverstöße erfolgen. Werden die Beschützer- und Überwachuhngsgaranten mit deren entsprechenden Betreiber-, Verkehrssicherungs-, Fürsorge-, Organisations-, Überwachungs-, Kontroll-, Prüf- und allgemeinen Aufsichtspflichten nicht ergriffen, können Unternehmensleitung, sowie deren Verantwortlichen und auch das Unternehmen selbst zu Strafen und Ordnungswidrigkeiten verurteilt werden, wenn es aus dem Unternehmen zu Gesetzesverstößen, Ordnungswidrigkeiten und sonstigen bindenden (auch eigene) Verletzungen gekommen ist.

 

Deshalb sind vom Unternehmen von deren strategischen Führungskräfte die erforderlichen und notwendigen Ressourcen und Mittel bedarfsgemäß sowie angemessen bereit zu stellen, um die notwendigen Compliance Systeme und Compliance Officer als unabhängige, befähigte und neutrale Beauftragten oder Sachkundigen zu bestellen, die somit ein ganzheitliches System und Rechtskonformität für das Unternehmen gewährleisten !

 

Unsere Lösung für Klein- und  mittelständische Unternehmen

Das Konzept der gerichtsfesten Organisation funktioniert bei uns nach der kombinierten TopDown „von oben nach unten“

= Führen-Lenken/Verantwortung/Haftung -  und BottomUp „von unten nach oben“    

= prozessbezogene und widerspruchsfreie und unmissverständliche Tätigkeits-, Aufgaben-, Pflichtendefinitionen, sowie transparente ganzheiltliche Prozessanweisungen.


Die Strategie ist dann erfolgreich, wenn jeder Mitarbeiter ohne weitere Anweisung oder Hilfsmittel seine Aufgaben, Pflichten, Grenzen, Schnittstellen verstehen und in eine konkrete Tätigkeit oder Aufgabe mit deren Anforderungen leicht verständlich, eigenverantwortlich und nachvollziehbar umsetzen können. Aufgrund namentlicher Zuordnung der Mitarbeiter in der Ausführungsebene in eindeutiger und widerspruchsfreier Zuweisung seiner Rolle, Funktion, Verantwortung, deren Befähigung (Wissen) mit deren Ableitung dessen tatsächlichen Handlungsbedarfes, in Form deren detaillierten Aufgaben und Pflichten mit dessen anzuwendenen Systemen, Tools, Vorgabedokumenten oder Nachweisen kennt.


Mit Hilfe eines systematischen und ganzheitlichem Compliance System weiß jeder, was er, wann, wo und wie zu tun hat. Damit wird die gesetzlich geforderte und notwendige Delegation der Unternehmerpflichten transparent, widerspruchsfrei und vermeidet Organisationsfehler, die zum Organisationsverschulden führen können, sowie zum persönlichen Haftungsrisiko der Geschäftsleitung und deren Führungskräfte führen kann.

Somit sind vom Vorstand und/oder der Geschäftsleitung sowie deren Führungskräfte ihrer regelmäßigen und anlassbezogenen Anweisungs-, Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpflicht nachzukommen. Um auch die Sach- und Fachbereiche rechtskonform prüfen zu können, sind diese auf befähigte Sach- und Fachkundige, wie die der Compliance Officer Operativ als befähogte Generalisten, Spezialisten, oder Sachverständige hierzu angewiesen.

 

Unsere eingesetzten und bestellten Compliance Officer Operativ, Generalisten, Spezialisten, oder Sachverständige übernehmen die regelmäßige und anlassebzogene  Aufsichts-, Kontroll- und Prüfpfllichten für den Unternhemer/Geschäftsleitung und gegebenenfalls der strategischen und mittleren Führungsebene. Oder unterstützt sie beim Aufbau ihres Compliance Managementsystem nach ISO 19601 und ISO 37301, oder aber ein eigenes Compliance System zu implementieren.

Sodass ihr Unternehmen, der Inhaber, die Geschäftsleitung, der Vorstand, sowie deren Verantwortliche  rechtsicher bzw. gerichtssicher aufgestellt sind, incl. ihrer notwendigen Dokumentationen und Nachweise.